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Dürre

Weiter geht es mit der Trockenheit … Während einige Kulturen super abreifen konnten, hatten wir bei anderen ganz schön zu tun, alles am Leben zu erhalten. Trotz Investitionen in mehr Bewässerungsmöglichkeiten, ist es ein enormer Aufwand, Schläuche und Co täglich umzulegen. Nach so vielen Wochen ohne Niederschlag war auch unser Brunnen beinahe erschöpft. Wir hatten schon Pläne geschmiedet, welche Kulturen priorisiert werden und welche auf der Strecke bleiben müssen, als endlich Regen angesagt war. Einige Tropfen am heißen Ackerboden haben uns zwar sehr glücklich gemacht, aber wir hoffen nun auf einen niederschlagreichen Winter, damit sich Grundwasserreserven wieder füllen können.

Hitze

Zusätzlich zum Wassermangel litten die Gemüsepflanzen auch unter der großen Hitze. Viele frisch gesetzte Jungpflanzen haben gar nicht überlebt. Wir haben uns so gut es ging um ein gutes Bewässerungsmanagement bemüht und meist Ersatz für die Jungpflanzen gefunden. Einige Gemüsekulturen sind schnell gereift und dabei oft klein geblieben. Heuer gibt es zB seit August Physalis im Kisterl.

Die starke Sonneneinstrahlung verursachte an manchen Kulturen auch Sonnenbrand, zB bei unseren Wassermelonen, Tomaten oder Kürbissen. Dabei wird auch das Gewebe unter dem Sonnenbrand verändert und wir können die Früchte für die Kisterl nicht mehr verwenden.

Dennoch haben wir es geschafft, stets eine vielfältige Mischung zu liefern. Dass wir ursprünglich mit etwas mehr Überschuss geplant hatten, hat es uns auf jeden Fall ermöglicht, dass wir immer genug in die Kisterl packen konnten.

Tomaten einkochen

Pünktlich für diese schöne Gruppen-Aktion ist es erträglich kühler geworden und bei angenehmen 30 Grad haben wir 140 kg Tomaten eingesammelt und daraus an die 70 l Tomatensauce hergestellt. Insgesamt waren wir 12h am werkeln, manche Mitglieder waren kürzer, manche länger dabei und es war bis zum Schluss sehr gesellig. Uns hat der entspannte, lustige und produktive Einsatz großen Spaß gemacht. Mittlerweile ist das Tomaten Einkochen eine richtige Tradition geworden und es freut uns sehr, dass so viele das Angebot wahrnehmen.

Urlaubszeit

Auch wir haben uns im Sommer alle eine Auszeit nehmen können. Das ist nach einem intensiven Frühling und heuer besonders auch wegen der anstrengenden Wetterbedingungen auch immer nötig. Dadurch, dass wir kein Familienbetrieb sind, ist es für jede auch möglich, mit ihrer Familie oder anderen engen Menschen Urlaub zu machen. Gar nicht so selbstverständlich als Landwirtinnen und auch ein Vertrauensbeweis an die anderen. Es bringt viel Qualität in unseren Beruf.

Mitgliedertreffen

Der Herbst bringt uns derzeit immer noch wunderschöne Sonnentage, an denen wir aufräumen, Gründüngung ausbringen oder letzte Sätze Radieschen und Salat säen können.  Am Freitag, den 9. Oktober fand unser jährliches Mitgliedertreffen auch bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen statt. Wir besprechen dabei immer, wie die Saison für uns als Gärtnerinnen aber auch für unsere Mitglieder gelaufen ist. Gerne teilen wir unsere Highlights aber auch Schwierigkeiten – von baulichen, gärtnerischen bis zu finanziellen Aspekten. Genauso freuen wir uns über jegliches Feedback. Was die Erntemengen und Gemüsearten im Kisterl betrifft, wird gleich im Herbst in der Anbauplanung fürs nächste Jahr mit bedacht.

Dieser schöne und stärkende Nachmittag hat uns sehr motiviert und wir freuen uns, all die Anregungen weiter zu diskutieren und einzubauen.