Thema des Frühlings: Wasser
Bilder wie von dieser Ernte im Mai sind heuer selten. Heuer dominierte den ganzen Frühling das Thema Trockenheit und Hitze. Übers Wetter zu reden ist für uns mehr als nur Smalltalk und solche Extreme eine große Herausforderung. Wir haben uns mittlerweile an das ständige Bewässern unserer Gemüsepflanzen gewöhnt. Zum Glück hat unser Verpächter Fritz schon vor 20 Jahren in einen tiefen Brunnen investiert. So können wir mittels Beregnung am Feld und Tröpfchenbewässerung im Gewächshaus alles ausreichend feucht halten. Durch unseren klein strukturierten Betrieb, bodenschonenden Methoden und der großen Vielfalt an Gemüsekulturen (die ja immer unterschiedlich mit den Bedingungen zurechtkommen) sind wir gegenüber vielen Wetterereignissen sehr resilient. Trotzdem denken wir immer mehr darüber nach, wie wir uns noch besser auf lange Trocken- und Hitzeperioden einstellen können und müssen.


„Solidar“ bei einer Solawi
Ein Projekt, bei dem wir gleich über alle schönen und herausfordernden Themen unserer Arbeit erzählen konnten, haben wir heuer mit „Solidar“, dem entwicklungspolitischen Verein der österreichischen Gewerkschaftsbewegung, realisiert.
Im Rahmen von „Reboot the Food System“ mit Südwind organisierten wir Workshops für junge Erwachsene und Jugendliche, die wiederum als Multiplikator*innen in unterschiedlichen Bereichen wirken. Neben Führungen bei uns im Gemüse mit verschiedenen Themenschwerpunkten und Diskussionen, wurden auch Radiobeiträge bei Radio Fro erstellt.
Ein sehr interessanter Austausch. Wir haben uns gefreut, unsere Tore einmal für einige zu öffnen, für die Solawi und Ernährungssouveränität ganz neue Kapitel im Leben waren.
Gemütliche Transformation
So ganz nebenbei ging unser Gewächshaus im April nach und nach in den Sommermodus über. Sobald ein Beet mit Frühlingskulturen abgeerntet war, wurde es mit Kompost, Kalk und Schafwolle aufgepeppt und mit Tomaten, Gurken, Melanzani, Paprika, Pfefferoni, Chili oder Ingwer nachbesetzt. So wurde es auch hier nie langweilig 😉


Wir wachsen
Ohnehin bleibt bei uns nie ein Stein auf dem anderen. Seit heuer haben wir mehr Freiland-Flächen für unser Gemüse und bewirtschaften nun einen halben Hektar. Sie waren schon vorher von Fritz biologisch bewirtschaftet und grenzen direkt an die bisherigen Schläge, eine perfekte Erweiterung also. Infrastruktur wie Zaun und Bewässerung ist noch etwas provisorisch aber es wächst bereits einiges für die Herbsternte. Auch dank einer tollen Auspflanz-Aktion im Sonnenuntergang – schön wie viele Mitglieder spontan an ihrem Feierabend Zeit gefunden haben!
Reiche Ernte
Wir sind sehr froh, dass uns bisher die Wühlmäuse (oder andere hungrige Mitesser) keinen großen Schaden gemacht haben und hoffen es bleibt so.
Da wir durch den Schock des letzten Jahres eine großzügigere Anbauplanung gemacht haben und alles gut gedeiht, haben wir es mit vollen Kisten in die üppige Jahreszeit geschafft.


Probekiste
Nun ist die Ernte so üppig, dass wir Interessierte an unserer Solawi dazu einladen, am Mittwoch Nachmittag auf einen Besuch und ein Probekisterl vorbeizukommen. Da übernehmen wir für Fritz den Direktverkauf und sind von 16 bis 18 Uhr vorort – eine gute Gelegenheit, mit uns zu plaudern sowie gutes Gemüse und neuen Input mitzunehmen 😊







