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Gemeinsam das Gewächshaus transformieren

Sobald die Hälfte unseres Gewächshauses die ersten Frühlingskisten versorgt hatte, mussten wir schon mit dem Auspflanzen der Sommerkulturen beginnen. Dabei haben uns heuer zum ersten Mal einige unserer Mitglieder geholfen und es war ein großartiger Tag mit sehenswertem Output. Beete lockern, Löcher für Tomaten ausmessen, ausheben, Kompost schaufeln und dazu ein Klecks Urgesteinsmehl – das Rezept für unsere heurigen Tomaten.

Vielen Dank nicht nur für diesen schönen Tag sondern auch für zahlreiche weitere Einsätze unserer Mitglieder im GMIAS. Häufig haben wir in den letzten Monat über die „Nützlinge“ Gruppe ausgeschrieben, wenn wir Unterstützung brauchen konnten oder Personen haben uns direkt angeschrieben und nachgefragt, ob sie mal kommen und mithelfen dürfen. „Nützlinge“ soll übrigens keine abfällige Bezeichnung für unsere motivierten Mitglieder sein, sondern darunter versteht man kleine Tiere, Insekten bis hin zu Einzellern, die eine wichtige Rolle im Ökosystem spielen und natürliche Feinde von Schädlingen sind. Sie „helfen“ uns sozusagen in der Verteidigung unseres Gemüses und wir können sie teilweise auch gezielt ansiedeln und für uns nützen.

Herausfordernde Wettersituationen

Im Frühjahr war es trocken, im Mai kalt, im Juni heiß und im Juli nass. Jedes Monat lieferte uns bisher neue Herausforderungen, die natürlich durch eine Vielzahl an Gemüsekulturen leichter zu meistern sind, als wenn wir wenige spezielle Gemüsesorten intensiv machen würden. Dennoch spüren auch wir jedes Wetterphänomen, so mussten wir im Frühjahr ungewöhnlich früh viele Kulturen bewässern, damit überhaupt die Samen keimen. Durch die Wärme ist das Gemüse aber auch schneller als geplant reif gewesen und der Übergang von Gewächshaus zu Freiland-Ernte hat nicht so funktioniert, wie geplant. Der kalte Mai hat viele wärmeliebenden Pflanzen etwas schwächeln lassen und nachdem es dann endlich heiß wurde, kam eine sehr lange Regenperiode. So lange in dauernder Feuchtigkeit können sich einige Pflanzen dann doch vor Pilzkrankheiten nicht mehr retten und auch mit der Bearbeitung der Beete für viele Herbstkulturen mussten wir lange warten.
Mal sehen, was die nächsten Monate noch so für uns bereithalten – wir werden unsere Mitglieder am laufenden halten, wie sich welche Bedingungen auf die Kulturen (und deren Ernte) auswirken. So wollen wir Verständnis dafür generieren, dass wir als Landwirtinnen in unserer Arbeit einfach auch eingeschränkt sind und uns lediglich ans Wetter anpassen und Maßnahmen ergreifen können.

Wühlmausschreck

Seit dem Auspflanzen der ersten wärmeliebenden Freilandkulturen Ende April mussten wir leider auch feststellen, dass das warme trockene Frühjahr extrem gute Bedingungen für die Vermehrung von Wühlmäusen geschaffen hat. Der Hunger der kleinen Nager hat uns schon erstmal ziemlich geschockt, als sie binnen kürzester Zeit einige Jungpflanzen sofort verspeist und verbissen hatten. Speziell unter unserem gut gemeinten Mulch und der Gewebefolie konnten sie sich recht sicher und schnell ausbreiten und besonders unsere Kürbisse und Süßkartoffel litten darunter. Wir haben uns mit verschiedenste Maßnahmen zu wehren versucht und sind seit Monaten am Fallen stellen. Bald wird das Wurzelgemüse sehr interessant werden, und wir suchen noch nach einer Strategie für den Winter, um zu vermeiden, dass wir wieder mit einer so großen Population ins nächste Frühjahr starten.

Im Foto rechts stellt Vroni grad eine Greifvogelstange auf.

Zusammenarbeit mit Fritz

Nach all diesen Nachrichten über unsere Schwierigkeiten: Vieles läuft auch sehr gut und wenn wir Überschüsse produzieren, können wir diese beim Direktverkauf unseres Verpächters im Nachbar-Gewächshaus anbieten. So haben wir die letzten Jahre unsere Pacht quasi begleichen können und hoffentlich auch heuer wieder 😊

Veranstaltungen

Unsere Jungpflanzenmärkte waren ein voller Erfolg und haben uns großen Spaß gemacht. Danach waren wir zwar aber auch wieder erleichtert, das Gewächshaus leerer zu haben und die üblichen Frühlings-ToDos mit vollem Tempo erledigen zu können 😉

Auch beim Hoffest des 3er Hofes (wo ja auch unsere Abholstelle in Leonding ist) waren wir vertreten und haben eine vielfältige „Gemüse-Ralley“ mit Rätseln und Rennen gestaltet. Es war ein Genuss, auch mal vielen Kindern Gemüse spannend zu gestalten und einfach viel Spaß beim Spielen zu haben.

Tomaten auf den Augen? – nein im Topf!

Anfang August war es wieder so weit, gemeinsam einen großen Schwung Tomaten einzukochen. Direkt Vorort im GMIAS mit einigen unserer Mitglieder haben wir heuer 123 Kilo Tomaten zu etwa 60 Litern Tomatensauce/Polpa gemacht. Ein großer Dank gilt Jan, der wie schon im Vorjahr wertvolles (und riesengroßes) Küchenequipment beigesteuert hat und natürlich allen, die so motiviert stundenlang an einem endlich wieder heißen Tag die Tomaten geschnitten, gestampft, passiert, gekocht und abgefüllt haben. Wir haben den Tag wirklich sehr genossen!